PreCanMed2020-09-22T10:54:16+00:00

P-Care

The development of resistance to cancer therapy is one of the most frequent reasons for the failure of anti-cancer treatments. Therapy resistance is linked to tumor-recurrence and has devastating consequences for the clinical outcome of the individual patient and causes increased costs for public health systems. The understanding of mechanisms of resistance-formation and the development of strategies directed towards the re-sensitization of resistant tumor cells to cancer therapy represents one of the most important challenges to modern cancer research. P-CARE will strengthen the collaboration between Italian and Austrian research institutes in the areas of genetics, biotechnology and the cancer clinics and generate a technical platform to investigate mechanism of therapy resistance formation, aiming to increase the efficacy of therapeutic treatments. The project will develop a shared platform for the identification of drugs capable to re-sensitize resistant tumors to conventional oncologic treatments by the repositioning of drugs already approved for the treatment of other pathologies. Further, P-CARE will implement strategies of precision medicine aiming to overcome resistance to anti-cancer immunotherapy by reproducing the immune response of the tumor-microenvironment in vitro. P-CARE will build an efficient trans-border network for sharing technology and knowledge that will be made accessible for academic and clinical cancer research in and outside the program area. For further inform see www.p-care.eu

P-Care is a project funded by the European Union, European Regional Development Fund and Interreg V-A Italia-Austria 2014-2020. The consortium consists of ADSI (Austrian Drug Screening Institute), MUI (Medical University of Innsbruck), SABES (Medical Supplies Enterprise of South Tyrol), UNITS (University of Triest).

Interregionale Zusammenarbeit in der Präzisionsmedizin 

Zusammen mit einem Italienisch-österreichischen Konsortium forschen die Arbeitsgruppen Zellbiologie und Translationale Onkologie der Medizinischen Universität Innsbruck im Interreg-Projekt PreCanMed an der Züchtung von Tumor-Organoiden, um die personalisierte Krebsmedizin weiter voranzutreiben. 

Die Krebsmedizin verfolgt in den letzten Jahren verstärkt das Ziel, teure und oft schlecht wirksame Standardtherapien durch individuell auf den Patienten abgestimmte Therapien zu ersetzen. Dabei werden Medikamente und Therapiewege basierend auf genetischen und zellulären Merkmalen eines Tumors ausgewählt, was nicht nur positive sozio-ökonomischen Folgen in Bezug auf Kosten und Lebensqualität der Patienten hat, sondern auch die Lebenserwartung und Heilungschancen von Krebspatienten erhöht. In den Regionen nördlich und südlich des Brenners entwickelten sich in den vergangenen Jahren starke Kompetenzen in unterschiedlichen Bereichen der personalisierten Krebsmedizin. Um diese Kompetenzen zu bündelt und um eine gemeinsame Kompetenz-Plattform aufzubauen, hat sich ein überregionales Konsortium von wissenschaftlichen und klinischen Partnern zusammengeschlossen. Mit einem Gesamtbudget von 1,3 Mio. Euro, davon über 1 Mio. Fördermittel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung wollen die Partner mit dem Interreg Projekt PreCanMed in den kommenden 3 Jahren gemeinsam an einer Verbesserung der Behandlung von Krebspatienten arbeiten. Im Zusammenhang mit der Präzisionsmedizin bekommen die „Tumor-Organoide“ eine immer größere Bedeutung. Tumor-Organoide sind dreidimensionale Zellkomplexe die aus Tumorproben oder –biopsien erzeugt und im Reagenzglas kultiviert werden. Die ursprünglichen Eigenschaften des Patiententumors bleiben in den Tumor-Organoiden fast gänzlich erhalten. Tumor-Organoide können rasch erzeugt werden und sind somit ein ideales Instrument zur umfassenden Charakterisierung von Patiententumoren im Reagenzglas, ohne den Patienten zusätzlich zu belasten. Sie ermöglichen einerseits die genotypische Charakterisierung des ursprünglichen Tumors und erlauben es, Medikamente auf ihre Wirksamkeit bei diesem spezifischen Tumorgewebe vorab zu testen. Andererseits sind tumor-organoide Zellkulturen ein innovatives Instrument für „Drug-screening“ Projekte und sind mittlerweile state-of-the-art in der pharmazeutischen Wirkstofffindung. Interreg ist ein europäisches Förderprogramm, das grenzübergreifende Zusammenarbeit benachbarter Regionen finanziert. Durch Kooperationsprojekte zwischen österreichisch-italienischen Nachbarregionen sollen die wissenschaftliche Stärke und die Innovationskraft dieser Region gefördert werden. In Fall von PreCanMed sind aus Tirol neben der Medizinischen Universität Innsbruck auch das ADSI (Austrian Drug Screening Institut) Teil des grenzübergreifenden Konsortiums. Zusammen mit den Universitäten Udine und Triest und unter der Führung des Laboratorio Nazionale CIB in Triest soll Know-how für die Gewinnung, Kultivierung und Konservierung von Tumor-Organoiden (Live-Organoid-Biobank) aufgebaut werden. Weiters wird die genotypische Charakterisierung von Tumor-Organoiden standardisiert. Die Nutzung dieser Zellkomplexe für Wirkstofftests wird zudem etabliert und den Partner in der Medikamentenentwicklung zur Verfügung gestellt.

Weiterführender link: http://www.precanmed.eu/de/

Newsbeiträge:
PreCanMed: grenzübergreifende Krebsforschung von Tirol bis Friaul-Julisch-Venetien soll personalisierte Krebsmedizin voranzutreiben
Personalisierte Krebsmedizin: PreCanMed fördert Forschungsnachwuchs

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