PreCanMed2021-04-27T08:58:13+00:00

P-Care

Die Entstehung von Therapie-Resistenzen führt dazu, dass Krebstherapien im Laufe der Zeit keine Wirkung mehr zeigen. Das führt in vielen Fällen zum Wiederauftreten des Tumorgeschehens mit verheerenden Folgen für den Behandlungserfolg des Patienten und weiteren hohen Kosten für das Gesundheitssystem. Das Verstehen, wie es zu Resistenzentstehung kommt und welche Strategien zur Therapie-Resensibilisierung angewendet werden können, ist eine zentrale Herausforderung für die moderne Krebsforschung. Das Projekt P-CARE hat sich daher zum Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit zwischen italienischen und österreichischen Partnern im Bereich der genetischen, klinischen und biotechnologischen Forschung zu stärken, um die Ursachen von Resistenzen zu verstehen und die Behandlungseffizienz von Krebstherapien zu verbessern. Die Forscher wollen eine gemeinsame Plattform zur Identifizierung von jenen Arzneimitteln aufbauen, welche resistente Tumore wieder für Therapien sensibilisieren können. Dies kann durch sogenanntes Repositionieren von Arzneimitteln, also eine neue Anwendung von Wirkstoffen, die bereits zur Behandlung von anderen Krankheiten in zugelassen sind, erreicht werden. Im Sinne einer personalisierten Medizin wird dafür in vitro die Immunantwort der Tumor-Mikroumgebung nachgebildet und dadurch erforscht wie Immunotherapie-Resistenzen überwunden werden können.

Durch P-CARE entsteht im Sektor der akademischen und klinischen Krebsforschung ein grenzüberschreitendes Netzwerk zur gemeinsamen Nutzung von Technologien und Kompetenzen, welches auch außerhalb des Programmgebietes zugänglich sein wird.

Nähere Informationen unter www.p-care.eu

Das Projekt wird vom europäischen Kooperationsprogramm Interreg V-A Italien-Österreich 2014-2020 innerhalb des Zeitraumes 2020-2023 gefördert. Beteiligte Partner sind das ADSI (Austrian Drug Screening Institut), die MUI (Medizinische Universität Innsbruck), SABES (Südtiroler Sanitätsbetrieb) sowie UNITS (Universität Triest).

Interregionale Zusammenarbeit in der Präzisionsmedizin 

Zusammen mit einem Italienisch-österreichischen Konsortium forschen die Arbeitsgruppen Zellbiologie und Translationale Onkologie der Medizinischen Universität Innsbruck im Interreg-Projekt PreCanMed an der Züchtung von Tumor-Organoiden, um die personalisierte Krebsmedizin weiter voranzutreiben. 

Die Krebsmedizin verfolgt in den letzten Jahren verstärkt das Ziel, teure und oft schlecht wirksame Standardtherapien durch individuell auf den Patienten abgestimmte Therapien zu ersetzen. Dabei werden Medikamente und Therapiewege basierend auf genetischen und zellulären Merkmalen eines Tumors ausgewählt, was nicht nur positive sozio-ökonomischen Folgen in Bezug auf Kosten und Lebensqualität der Patienten hat, sondern auch die Lebenserwartung und Heilungschancen von Krebspatienten erhöht. In den Regionen nördlich und südlich des Brenners entwickelten sich in den vergangenen Jahren starke Kompetenzen in unterschiedlichen Bereichen der personalisierten Krebsmedizin. Um diese Kompetenzen zu bündelt und um eine gemeinsame Kompetenz-Plattform aufzubauen, hat sich ein überregionales Konsortium von wissenschaftlichen und klinischen Partnern zusammengeschlossen. Mit einem Gesamtbudget von 1,3 Mio. Euro, davon über 1 Mio. Fördermittel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung wollen die Partner mit dem Interreg Projekt PreCanMed in den kommenden 3 Jahren gemeinsam an einer Verbesserung der Behandlung von Krebspatienten arbeiten. Im Zusammenhang mit der Präzisionsmedizin bekommen die „Tumor-Organoide“ eine immer größere Bedeutung. Tumor-Organoide sind dreidimensionale Zellkomplexe die aus Tumorproben oder –biopsien erzeugt und im Reagenzglas kultiviert werden. Die ursprünglichen Eigenschaften des Patiententumors bleiben in den Tumor-Organoiden fast gänzlich erhalten. Tumor-Organoide können rasch erzeugt werden und sind somit ein ideales Instrument zur umfassenden Charakterisierung von Patiententumoren im Reagenzglas, ohne den Patienten zusätzlich zu belasten. Sie ermöglichen einerseits die genotypische Charakterisierung des ursprünglichen Tumors und erlauben es, Medikamente auf ihre Wirksamkeit bei diesem spezifischen Tumorgewebe vorab zu testen. Andererseits sind tumor-organoide Zellkulturen ein innovatives Instrument für „Drug-screening“ Projekte und sind mittlerweile state-of-the-art in der pharmazeutischen Wirkstofffindung. Interreg ist ein europäisches Förderprogramm, das grenzübergreifende Zusammenarbeit benachbarter Regionen finanziert. Durch Kooperationsprojekte zwischen österreichisch-italienischen Nachbarregionen sollen die wissenschaftliche Stärke und die Innovationskraft dieser Region gefördert werden. In Fall von PreCanMed sind aus Tirol neben der Medizinischen Universität Innsbruck auch das ADSI (Austrian Drug Screening Institut) Teil des grenzübergreifenden Konsortiums. Zusammen mit den Universitäten Udine und Triest und unter der Führung des Laboratorio Nazionale CIB in Triest soll Know-how für die Gewinnung, Kultivierung und Konservierung von Tumor-Organoiden (Live-Organoid-Biobank) aufgebaut werden. Weiters wird die genotypische Charakterisierung von Tumor-Organoiden standardisiert. Die Nutzung dieser Zellkomplexe für Wirkstofftests wird zudem etabliert und den Partner in der Medikamentenentwicklung zur Verfügung gestellt.

Weiterführender link: http://www.precanmed.eu/de/

Newsbeiträge:
PreCanMed: grenzübergreifende Krebsforschung von Tirol bis Friaul-Julisch-Venetien soll personalisierte Krebsmedizin voranzutreiben
Personalisierte Krebsmedizin: PreCanMed fördert Forschungsnachwuchs

“PDeXperts” is the official Korean partner of ADSI for CPNP service.
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